2G-Regeln in Sachsen-Anhalt, Ende Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

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Zutritt nur noch für Geimpfte oder Genesene: Diese Regelung soll für Gastronomen und Veranstalter in Sachsen-Anhalt in Kürze möglich sein. Heute Nachmittag werden die Eckpunkte der nächsten Corona-Landesverordnung vorgestellt. Die derzeit geltenden Regeln (Vierte Änderung der 14. Corona-Eindämmungsverordnung) laufen spätestens übermorgen aus.


Was würde eine 2G-Klausel bedeuten? – Bei 2G entfallen Abstandsregeln und Obergrenzen bei der Gäste-Zahl. Ein Ministeriumssprecher erklärte, mit der 2G-Regel würden die Rechte der Gastronomen nicht beschnitten. Sie könnten selbst entscheiden, ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Somit könnten auch künftig neben Genesenen und Geimpften auch Menschen mit einem aktuellen negativen Corona-Test Zutritt zu Veranstaltungen oder Gasthäusern bekommen. Eine Pflicht zu 2G soll es nicht geben.


In Hamburg kann das 2G-Modell seit dem 28. August angewendet werden. Veranstalter müssen sich dafür registrieren. In Restaurants und Gaststätten gelten dort folgende Regeln:

Was sagen die Betriebe in Sachsen-Anhalt? – Der Dehoga-Präsident in Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, befürwortet eine Fortführung der 3G-Regel, auch in den Wintermonaten. Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Wunsch sei, nicht wieder in einen Lockdown zu kommen. Die Gastronomie dürfe auch nicht zum Instrument der Politik werden, "um letztlich einzelne Personen auszuschließen".


Die DEHOGA hat natürlich den großen Wunsch, … dass wir natürlich nicht das Instrument der Politik sind, um letztendlich einzelne Personen auszuschließen, das durchzusetzen. Das wäre ja der Fall, wenn man eine 2G-Regel macht und damit im Prinzip eine Klassengesellschaft einführen würde.

Michael Schmidt, Dehoga-Präsident in Sachsen-Anhalt

Was bringt die neue Corona-Landesverordnung noch? – Laut Gesundheitsministerium soll mit der fünften Änderungsverordnung auch ein Ende der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne in Kraft treten. Nicht geimpfte Menschen sollen dann keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung haben, wenn sie in Corona-Quarantäne müssen. Ausgenommen sind diejenigen, bei denen eine Impfung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Quelle: mdr.de
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