IHK informiert: 5. Änderung zur 15. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung und Genesenenstatus 90 Tage gilt auch für 3G am Arbeitsplatz

vor 3 Monate 512


Die Landesregierung hat die 5. Änderung zur Fünfzehnten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung erlassen. Diese gilt bis zum 24. Februar 2022.

Aus unserer Sicht enthält sie jedoch keine wesentlichen Änderungen für unsere Unternehmen.

Wichtiger erscheint uns der Hinweis darauf, dass durch die Verkürzung des Genesenenstatus sich auch Änderungen bei „3G am Arbeitsplatz“ für Sie ergeben können:

Auszug aus den FAQs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales:

b. Genesenennachweis

Sofern bei der Kontrolle kein digitales europäisches COVID-Zertifikat vorgelegt wird, ist der  Genesenennachweis darauf zu prüfen, ob eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) nachgewiesen wurde und die zugrunde liegende Testung mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt. Das Robert Koch-Institut ist beauftragt, gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Anforderungen an Genesenennachweise vorzunehmen. Diese werden jeweils vom Robert Koch-Institut auf der nachstehenden Internetseite veröffentlicht:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Genesenennachweis.html.

Hinweis: Mit Wirkung zum 15. Januar 2022 wurde vom RKI die Gültigkeit des Genesenennachweises von 6 Monaten auf 90 Tage verkürzt. Hintergrund dieser Änderung sind aktuelle Erkenntnisse, dass bei Genesenen der Schutz vor einer erneuten Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 nach dieser Zeit nicht mehr ausreicht.

Betroffene Personen sollten sich daher umgehend mit einem in der EU zugelassenen Corona-Impfstoff impfen lassen. Bereits unmittelbar nach dieser Impfung gelten bislang ungeimpfte Genesene als "vollständig geimpft".

a. Impfnachweis

Nach der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) ist ein Impfnachweis ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Sofern bei der Kontrolle kein digitales EU-konformes Impfzertifikat vorgelegt wird, sondern zum Beispiel ein Impfausweis, ist zusätzlich zu prüfen, ob die zugrundeliegende Schutzimpfung mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet genannten Impfstoffen erfolgt ist. Die Impfung muss entweder aus einer vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet veröffentlichten Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzimpfung erforderlich ist, bestehen und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sein, oder bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis bestehen.

Das Paul-Ehrlich-Institut ist beauftragt, gegebenenfalls erforderliche Anpassungen an den Impfnachweisanforderungen vorzunehmen und zum Beispiel auch für den Erhalt der Gültigkeit von Impfnachweisen erforderliche Auffrischungsimpfungen vorzugeben. Die jeweils aktuellen Anforderungen an Impfnachweise werden vom Paul-Ehrlich-Institut auf der nachstehenden Internetseite bekannt gegeben:

https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?nn=169730&cms_pos=3

Ein vollständiger Impfschutz ist aktuell (Stand 21. Januar 2022) gegeben, wenn die vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet veröffentlichte Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzimpfung erforderlich ist, verabreicht wurde und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind.

Hinweis: Mit Wirkung vom 15. Januar 2022 ist auch bei einer Impfung mit dem Impfstoff "Johnson&Johnson" (COVID-19 Vaccine Janssen, Zul.-Nr EU/1/20/1525) eine zweimalige Impfung erforderlich, um den Status „vollständig geimpft“ zu erhalten. Hintergrund dieser Änderung sind aktuelle Erkenntnisse, dass eine einmalige Impfung mit diesem Impfstoff nicht genügt, um einen ausreichenden Schutz gegen eine Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Coronavirus zu erzielen. Eine weitere Impfung mit einem in der EU zugelassenen Corona-Impfstoff genügt jedoch, um 14 Tage nach dieser Impfung wieder den Status "vollständig geimpft" zu erhalten.

Bitte beachten Sie diese neuen Vorgaben für den Zugang Ihrer Arbeitnehmer zum Arbeitsplatz.

Für Fragen stehen wir Ihnen gern in der Corona-Hotline unter 0391 5693-500 zur Verfügung.

Quelle: IHK Sachsen-Anhalt