IHK Mitteilung: Überbrückungshilfe III plus, erhöhte Neustarthilfe und Digitaler Impfnachweis

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Überbrückungshilfe III plus

Gestern wurde die Verlängerung der Überbrückungshilfe III bis zum 30. September 2021 beschlossen. Sie wird als Überbrückungshilfe III plus weitergeführt, wobei sich am allgemeinen Regelwerk nur wenige Anpassungen finden, darunter eine sog. Restart-Prämie, ein künftig höherer Zuschuss zu den abrechenbaren Personalkosten. In diesem Zuge wird auch die Neustarthilfe als Neustarthilfe plus fortgeführt. Diese wird auf 12.000 Euro für die ersten drei Quartale erhöht.

Die Überbrückungshilfe III plus ist inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III. Auch in der Überbrückungshilfe III plus sind nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes beantragt. Die maximale Förderhöhe beträgt 10 Mio. Euro. Die Restart-Prämie soll Unternehmer dabei unterstützen, Mitarbeiter eher aus der Kurzarbeit zu holen oder neue Beschäftigte einzustellen.

Neu im Programm der Überbrückungshilfe III plus ist:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
  •  Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Noch sind die FAQs (also die „Fragen und Antworten“-Seiten) des Bundes nicht angepasst – wir erwarten dies in Kürze. Sobald diese aktualisiert worden sind und die Antragstellung erfolgen kann, erhalten Sie wieder einen Infobrief. Wir vermuten, dass Sie dann Änderungsanträge bzgl. der Neustarthilfe stellen können, um ggf. einen höheren Zuschuss für die Monate seit Januar zu erhalten.

Digitaler Impfnachweis

Der digitale Impfnachweis ist eine zusätzliche Möglichkeit, um Corona-Impfungen zu dokumentieren. Geimpfte können damit Informationen wie Impfzeitpunkt und Impfstoff bequem auf ihren Smartphones – entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App – digital speichern. Der digitale Impfnachweis wird in der Arztpraxis oder in einem Impfzentrum generiert. Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den die Nutzer auf einem Papierausdruck mitbekommen und später mit der CovPass-App oder der Corona-Warn-App einscannen und nutzen können. Die App speichert die Impfbescheinigung nur lokal auf dem Smartphone.

Zahlreiche weitere Informationen finden Sie hier.


Quelle: IHK Magdeburg